Trauerweiden am Faaroa

oder warum ein Toter morgens aufbricht, um den Sinn des Lebens zu suchen

Ein Mann erwacht mit der innerlichen Gewissheit, dass er am Vorabend auf seinem eigenen Begräbnis war. Irritiert begibt er sich auf eine taglange Suche, um sich seiner selbst zu vergewissern. Aber vielleicht ist das auch nur eine Geschichte in der Geschichte …

 

146 Seiten, 14 x 20,3 cm, Broschur
€ 23,80/sfr 38,70
ISBN 978-3-85481-092-6
Verlag Liber Libri Wien

Bisherige Lesungen:

Mittwoch, 25. September 2013 um 19.30 Uhr im KiP – Souterrainbühne des Café Prückel (1., Biberstraße 2)

Donnerstag, 3. Oktober 2013 um 19.00 Uhr in der St. Johannes-Nepomuk-Kapelle (9., Währinger Gürtel – Bogen 115)

Dienstag, 13. Mai 2014 um 19.00 Uhr in der Bücherei Sandleiten (16., Rosa-Luxemburg-Gasse 4)

sowie

Lesung im Rahmen einer Open Stage der “Armes Theater Wien”-Weihnachtsfeier (Dezember 2013)

“Inkognitolesung” im Literaturhaus Wien im Rahmen des 40. Poetry “slam b” (Jänner 2014)

Lesung im Rahmen des Lesekreises Matzen (Februar 2014)

Kurzlesung im Rahmen eines Vortrags zu “Christlich-muslimischer Dialog bei uns zu Zeiten des IS-Terrors in Nahost” in der Pfarre Starchant (Oktober 2014)

Freitag, 8. Jänner 2015 um 20:30 Uhr im dakig (2230 Gänserndorf, Bahnstraße 33a) unter dem Titel "Über das Umdenken und die Alternative"

Kleine Hörprobe:

https://soundcloud.com/dialogheini/trauerweidenamfaaroa-friedhofsszenewav

Links:

http://www.guthmann-peterson.de/verlag-liber-libri-wien/verzeichnis-buch-verlag-liber-libri-wien/bartsch-wolfgang-trauerweiden.html
http://www.amazon.de/Trauerweiden-Faaroa-morgens-aufbricht-Lebens/dp/385481092X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1380632601&sr=8-1&keywords=%22Trauerweiden+am+Faaroa%22

Stimmen von Leserinnen und Lesern:

“Ein Weg, gespickt mit luziden Traumbildern, jedoch so real wie das Leben selbst. Wie kein Zweiter versteht es Wolfgang Bartsch eine Dimension der persönlichen Sinnsuche zu kreieren, die beinahe von Zeit und Raum gelöst zu sein scheint. Seine unbestreitbare Glaubwürdigkeit bezieht er über sprachliche Brillanz und eine gnadenlos ehrliche Selbstreferenzialität, die er stellenweise über Selbstkritik zur Selbstironie treibt. Nicht nur den Nerv der Zeit trifft „Trauerweiden am Faaroa“, es ist einem selbst schier unmöglich, nicht auch sein eigenes Leben mit auf die Waagschale zu werfen, Parallelen zu ziehen und ein Gedankennetz zwischen Realität und Fiktion zu spinnen, was der Autor immer wieder gekonnt zu unterbrechen vermag, um einen erneut in eine andere Welt und Sichtweise einzutauchen. Ein gnadenlos ehrlicher Spiegel, der Augen öffnet und auf keiner Seite zu enttäuschen vermag!”
Fabian Müller, BSc
 
 
“Es ist nicht wirklich wichtig, dass die Trauerweiden gerade am Faaroa stehen oder dass es Trauerweiden sind, das lernt man sehr schnell in Wolfgang Bartschs neuem Roman und einigt sich mit sich selbst, dass die Skurrilität des Titels zur Verunsicherung des Lesers dient, der  stärker auf sich gestellt sein soll als noch im vorigen Roman des Autors.
Ins Auge sticht sofort  die kafkaeske Selbstentfremdung der zentralen Figur.
Dem Leser soll zu einem tieferen Verständnis der Conditio Humana verholfen werden – ohne didaktischen Anspruch, poetisch und „individualisiert“-  indem der Protagonist, der nicht “weiß, ob er selbst es ist, der sich den Boden unter den Füßen wegzieht“, in der „geräuschgeeinten und –getrennten Menschenmenge“ des ungleichmäßigen Anonymrauschens der Stadt „ aus dem Dunkelmorgentraum erwachend“, sich zunächst tot glaubt, sich dann aber „in die vielleicht trügerische Illusion seines Weiterlebens“ zurückversetzt.
Das Universum dieses Protagonisten zieht am Leser vorbei, er erkennt gemeinsam mit ihm, der seine Vorstellung des eigenen Lebens in den Griff bekommen will, der „seine Lebensroutine verloren“ hat, vage Möglichkeiten der Lebensgestaltung. Der öfter wiederkehrende Hinweis des Autors, dass er wie alle anderen Romanfiguren fiktiv ist, zeigt – ohne eine Identifikation mit dem Leser zu ermöglichen -auf, dass er selbst es ist, der für die Figur des Romans und für sich selbst  die Lösung finden muss, um diese Selbstentfremdung zu überwinden oder zu akzeptieren. Er selbst ist derjenige, der seinen Platz in der Welt finden muss.
Das Universum, das man mit der Zentralfigur durchwandert,  ist sehr reichhaltig und mannigfaltig. Es konfrontiert uns  u.a. mit einem Plädoyer für die Gleichberechtigung aller, für mehr Weltoffenheit und das Anders-Wahrnehmen der internationalen Flüchtlingsproblematik, für die Annäherung des westlichen Christentums und des Islam, bietet Kritik am „Hamsterrad Kapitalismus“, es verweist aber auch auf die Verantwortung, die dem Einzelnen zukommt. Berührend ist die zärtliche Schilderung von Liebe am Ende des Romans.
Das Mittel der Satire macht in manchen Teilen die Anliegen des Autors besonders eindringlich. Ein Wechseln der Zeit- und Realitätsebenen bewirkt darüber hinaus, dass der Leser auf die subtilen Schilderungen der Einzelszenen und die Präzision der inventiven Sprache achten muss.
Ein Roman, der denken und innehalten macht.”
Dr. Christl Seibt
 


“Ein Reise in Gedanken … – eine Gedankenreise?!
Er-wacht … auf …
… dann begibt sich der Protagonist von Wolfgang Bartschs “Trauerweiden am Faaroa” auf eine sinnierende  Reise durch (s)eine Stadt, die immer war und nun doch anders ist. Pausierend an unterschiedlichen Stationen mit verschiedenen Begegnungen, die Gedankenthemen abschließen und neue bis dahin nicht beachtete Fragen aufbringen, um ihn sogleich wieder in sein Inneres abtauchen zu lassen.
Die Geschichte des Autors entsteht anhand der Gedanken eines Mannes, die vorher den Radius seines Alltages umfaßten und diesen nun durchbrechen. Über den Horizont seines bisherigen Wirkungskreises hinaus … Gemeinsam mit der Hauptfigur wandert der Leser parabolisch durch mannigfaltige Möglichkeiten eines künftigen Lebens. Ein neuer Abschnitt formiert sich.
Was ist real, was nicht? Was geschieht?
Genau wie Gedanken folgt der Protagonist keinem irdischen Gesetz. Raum und Zeit verlieren ihre Dimensionskraft. Im Gedankenflechtwerk ist real mit irreal verwoben; jedoch nicht verwirrend, klar folgend.
Die Geschichte nimmt an Gestalt und Standfestigkeit zu, je mehr der Mann als Figur das Nebulöse vertreibt und an Klarheit gewinnt. So wie die Entwirrung eines Problems durch Darlegung seiner Lösungsmöglichkeiten.
Viele allgemeine sowie aktuelle Themen werden erwähnt und mit reichhaltigem Hinterfragen beschrieben. Bis der Mann in der Geschichte auf die Liebe trifft, die das Blatt (w)endet.
Wolfgang Bartsch schreibt die Geschichte in facettenreichen sprachlichen Bildern, um die Atmosphäre der jeweiligen Situation konkret einzufangen. Ebenfalls kommen interessante Nominalisierungen und sogar aneinandergereihte Haikus in neuem Stil formiert zum Einsatz.
“Trauerweiden am Faaroa” ist in sich gehend, reflektierend und bedeutungsvoll. Ein Katalysator für die Selbstkritik und das Ablegen des Selbstentfremdungsgewandes!”
shlomo-ben-yossi (auf lovelybooks.de)