Im Hauch des Morgenwinds

Ein Fragment zu Europa

Was macht das “Europäische” in Europa aus? Ist dieses schwer Fassbare unter den aktuellen und zukünftigen Gegebenheiten neu verhandelbar? Hier beginnt eine phantasievolle Spurensuche im Unbekannten …

 

102 Seiten, Format 14 x 20,3 cm, Broschur
Euro 19,80 /sfr 36,00
ISBN 978-3-85481-077-3
Verlag Liber Libri Wien, 2012

Bisherige Lesungen:

Donnerstag, 21. Juni 2012 in der St. Johannes-Nepomuk-Kapelle (9., Währinger Gürtel – Bogen 115)

Dienstag, 26. Juni 2012 im Ragnarhof (16., Grundsteingasse 12)

sowie

Spontanlesung im Schutzhaus am Unterberg (Juni 2012)

Lesung im Rahmen einer privaten Literatursoirée in Wien (März 2013)

Lesung im Rahmen des Lesekreises Matzen (Februar 2014)

Kurzlesung im Rahmen eines Vortrags zu “Christlich-muslimischer Dialog bei uns zu Zeiten des IS-Terrors in Nahost” in der Pfarre Starchant (Oktober 2014)

Freitag, 8. Jänner 2015 um 20:30 Uhr im dakig (2230 Gänserndorf, Bahnstraße 33a) unter dem Titel "Über das Umdenken und die Alternative"

Kleine Hörprobe:

https://soundcloud.com/dialogheini/im-hauch-des

Links:

http://www.guthmann-peterson.de/verlag-liber-libri-wien/verzeichnis-buch-verlag-liber-libri-wien/bartsch-wolfgang-morgenwind-europa.html
http://www.amazon.de/Im-Hauch-Morgenwinds-Fragment-Europa/dp/3854810776

 

Einige Stimmen von Leserinnen und Lesern:

Im Hauch des Morgenwinds” hat mich von Anfang an begeistert. Als ich es das erste Mal las, beeindruckte mich vor allem der Inhalt, beim zweiten Durchlesen wurde ich dann von der phantasievollen Sprache in ihren Bann gezogen. So bin ich sehr froh, dass das Buch veröffentlicht wurde, damit haben viele Menschen Gelegenheit, dieses wundervolle Werk zu genießen.
Maria Simlinger

 

Ein Fragment zu Europa – mit diesem Untertitel habe ich mir eine Betrachtung der unterschiedlichen und gemeinsamen Geschichte, der Werte und Kulturen erwartet. Und auch erhalten: Ein mit scharfer Analyse pointiert dargestelltes Spannungsfeld der auf engem Raum zusammentreffenden Traditionen, Prägungen, Wahrheiten und Vorstellungen.
Aber zu meiner Überraschung habe ich weit mehr bekommen: Ein Erfassen dieses eigentlich kaum fassbaren Begriffs Europa. Ein Erspüren, eine Ahnung von Europa.
Auf einer phantastischen Reise durch Raum und Zeit spiegeln Erzählungen, Begegnungen und Beobachtungen das Wesen Europas in seiner Vielfalt, Widersprüchlichkeit und schöpferischen Kraft wider und lassen ein neues Verständnis entstehen.
Die Erzählkunst und das Spiel mit den Stilmitteln erlauben es Wolfgang Bartsch, mit einem Thema zu fesseln, zu verblüffen, zu verzaubern, das dafür keineswegs prädestiniert erscheint. Über die Seiten des Buches entsteht ein Band, das mit Europa verbindet und es zu einem persönliches Anliegen macht.
Eva Sejrek-Tunke

 

Wenn ein Ökonom heute ein “Fragment zu Europa” schreibt, kann man davon ausgehen, dass er sich mit der seit 2008 begonnen Finanzkrise und der dann folgenden Wirtschaftskrise befasst. In seinem Buch “Im Hauch des Morgenwinds – Ein Fragment zu Europa” (Verlag Liber Libri, Wien 2012) geht es dem Ökonomen Wolfgang Bartsch nicht um die Ökonomie Europas, sondern um die bis heute – trotz mehrtausendjähriger (gemeinsamer?) Geschichte – nicht klare Identität dieses Kontinents. Auf diese lange Entwicklungsgeschichte Europas nimmt auch das Titelbild – die phönizische Prinzessin Europa auf dem Rücken des als Stier auftretenden Göttervaters Zeus – Bezug. Bekanntlich – so dargelegt in der griechischen Mythologie – fragte Europa nachdem sie auf dem Rücken von Zeus als Stier bis nach Europa gelangte nach dem Namen des Landes. Die Antwort von Zeus: Der Erdteil, der dich nun aufgenommen hat, soll für alle Zeiten deinen Namen tragen: Europa.” Wolfgang Bartsch macht nun auf eine nicht leicht fassliche Art den Versuch, die gerade heute aktuelle Frage der Identität Europas, des “Europäischen” nachzugehen. Das tut er auf in einer poetischen Sprache, wo er in eine facettenreiche Erlebniswelt mit vielen Querverbindungen eintaucht. Das Buch hat drei Abschnitte. Im ersten (langen) Abschnitt, dem “anachoretischen Advent” macht sich ein Mann (ein Wissenschaftler? der Autor?) auf den Weg zu einer Berghütte. Auf diesem Weg denkt er über die Rettung des Abendlandes” nach. Seine Gedanken wandern dabei vom Europa gestern, über das Europa heute zu einem Europa morgen. Er teilt sie einer rätselhaften jungen Frau mit. Tenor: “Und entwertet mir nicht mein Abendland, sodass der Untergang dem Einerlei wie eine Lösung wäre.” Im zweiten Abschnitt “Passioniertes Spiel” diskutieren vor einem Mann und einer Frau (dieselben wie im ersten Abschnitt?) auf Säulen aufgesetzt Statuen – die europäischen “Säulenheiligen” St. Menschenrechticus, St. Democratikus, St. Säcularicus und St. Kapitalisticus – die europäischen Probleme und mögliche Lösungen. Der dritte (kurze) Abschnitt “Feurige Zungenrede” ist eine Vision von einer zukunftsfähigen Identität Europas durch einen Aufbruch mit neuem Denken und entschlossenem Handeln. Insgesamt handelt es sich bei “Im Hauch des Morgenwinds – Ein Fragment zu Europa” um das aktuelle Thema der (fehlenden?) Identität Europas, einem ungewöhnlichen Zugang dazu, verbunden mit einem Appell diese Identität zu finden – und das in ein in poetischer Form in einem nicht ganz einfach zu lesenden Sprachstil.
Ewald Judt

 

Über die Idee Europa ein Buch zu schreiben, würde man von einem alten Philosophen erwarten. Hier ist einem jungen Autor ein erfrischender Gedankenfluss über ein sehr ernstes Thema geglückt. Die ersten 50 Seiten sind ein fröhliches Spiel mit Bildern, die einen mitreißen und verwundern, aber nie loslassen und die Gedanken des Lesers verführen, in einen traumartigen Lesezustand zu gleiten. Eine sehr überraschende Erfahrung, die dem dichterischen Talent des Autors geschuldet ist. Wer sich diesem mitreissenden Fluss anvertraut, wird am Ende feststellen, dass sich hinter der Gischt der Sinnesempfindungen ein kunstvoll gestrickter Plan verbirgt. Der mittlere Teil des Buches ist ein Multilog der verschiedenen Ideen und Glaubensgrundsätze, die unser gemeinsames Europa begründen. Den Abschluss findet das Buch in einer feurigen Zungenrede, die wie ein loderndes Kaminfeuer bei einem Glas Rotwein einen ereignisreichen Tag nachdenklich zum Abschluss bringt.
Bücherfuchs